Selbstdeklaration

Grundsatz

In der Praxis läuft die Selbstdeklaration wie folgt ab:

  • Bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) ist durch den Steuerpflichtigen vierteljährlich (allenfalls auch monatlich) eine Selbstdeklaration einzureichen, in welcher die geschuldete Mehrwertsteuer (MWST) aufaddiert wird
  • Von diesem reinen MWST-Bruttobetrag können alle Vorsteuerbeträge abgezogen werden, die bereits durch Lieferanten an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) oder bei Importen an die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) abgeführt wurden
  • Die Bruttomarge unterliegt somit der Inlandsteuer, d.h. der schweizerischen MWST

MWST-Abrechnung

Die MWST-Abrechnung ist in drei Teile gegliedert:

  • Teil 1 (I. Umsatz)
    • Es werden das vereinbarte oder das vereinnahmte Entgelt und die Abzüge ins MWST-Formular eingetragen
  • Teil 2 (II. Steuerberechnung)
    • Es werden die geschuldete Umsatzsteuer auf die gesetzlichen Steuersätze aufgeteilt und die Vorsteuern aufgeschlüsselt
      • Daraus resultiert die Steuerforderung, d.h. die Steuerschuld oder das Steuerguthaben
  • Teil 3 (III. Andere Mittelflüsse)
    • In das MWST-Steuerformular sind die sog. Nicht-Entgelte einzutragen

Risiken

  • Jeder Steuerpflichtige steht mit der Selbstdeklaration der Frage nach der richtigen Anwendung der mehrwertsteuerlichen Vorschriften gegenüber
  • Die Mehrwertsteuer (MWST) betrifft in der Regel zahlreiche wirtschaftliche Transaktionen
  • Die ESTV unterzieht die Selbstdeklarationen nur sporadisch einer MWST-Revision, sodass Grundsatzfehler in der MWST-Anwendung im Falle nachträglicher Nichtüberwälzbarkeit auf die Vertragspartner über längere Zeiträume verheerende finanzielle Folgen zeitigen können
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