Vorsteuerabzug

Definition

Vorsteuerabzug   =   Recht des Steuerpflichtigen, in seiner MWST-Abrechnung die Steuer abzuziehen, die auf den von ihnen selber bezogenen Gegenständen und Dienstleistungen sowie auf ihren Einfuhren von Gegenständen lastet

Rechtliche Grundlagen

  • Art. 130 BV
  • Art. 196 Ziff. 3 Abs. 2 Bst.  e und Ziff.  14 Abs.  2 und 3 Übergangsbestimmung BV Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer vom 12.06.2009 (MWSTG)

Wirkungen

Grundsatz

  • Durch den Vorsteuerabzug soll die Steuerkumulation (steuerbelasteter Einkauf und Versteuerung des Umsatzes) vermieden werden (Netto-Allphasenprinzip).

Ausnahme

  • Dieses Prinzip wird durchbrochen bei Leistungen, die von der Steuer ausgenommen sind, indem die Erbringer solcher Leistungen keinen Vorsteuerabzug vornehmen dürfen (siehe nachfolgenden Abschnitt „Besonderheiten“)

Besonderheiten

  • Vorsteuerkorrektur
    • Bei gemischter Verwendung
      • Bei Gegenständen oder Dienstleistungen, die gemischt, d.h. für unternehmerische und nicht unternehmerische Tätigkeiten, verwendet werden, muss eine Vorsteuerkorrektur vorgenommen werden
    • Bei Eigenverbrauch oder Einlageentsteuerung (siehe „Nutzungsänderung (Eigenverbrauchsbesteuerung / Einlagenentsteuerung)“ unten) ist bei erfüllten Voraussetzungen eine Vorsteuerkorrektur vorzunehmen
  • Vorsteuerkürzung
    • Der Vorsteuerabzug ist insbesondere bei Erhalt von Subventionen zu kürzen
Drucken / Weiterempfehlen: